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Leader-Treffen in München

Erfahrungsaustausch mit Europaabgeordneten

Zu einem Erfahrungsaustausch zwischen bayerischen und oberösterreichischen Leadergruppen anlässlich der Halbzeitbilanz von Leader in ELER und der bereits laufenden Vorbereitungen auf die neue Förderperiode Leader 2014 – 2020 luden die beiden EU-Abgeordneten Dr. Angelika Niebler (Bayern) und Dr. Paul Rübig (Österreich) und MdL Martin Bachhuber (selbst LAG-Vorsitzender in Bad Tölz) nach München in den Landtag ein. Altmühl-Jura zog dabei eine positive Bilanz: 1,45 Millionen Euro wurden hier schon investiert.

Leader-Erfahrungsaustausch in München

Die bayerischen Farben wurden vertreten durch die LAGen aus dem Altbayerischen Donaumoos, Freising, Bad Tölz, Chiemgauer Seenplatte und auch unserer Region Altmühl-Jura. Die beiden Vorsitzenden Rita Böhm (Bürgermeisterin des Marktes Kinding) und Franz Stephan (Bürgermeister der Stadt Dietfurt a.d. Altmühl) sowie Regionalmanagerin Lena Rieder repräsentierten dabei die Altmühl-Jura-Region.

Die Europaparlamentarier wollten wissen, wo beim aktuellen Leaderprozess der Schuh drückt, wie die Durchführung von Projekten optimiert werden könnte und wie die Leader-Programme in Österreich und Bayern umgesetzt werden. Die heimische LAG konnte erfolgreich berichten, dass bisher rund 580.000 € an Leadermitteln bewilligt wurden und darüber hinaus andere Fördermittel von über 70.000 € akquiriert wurden, was ein gesamtes Investitionsvolumen von 1,45 Mio € in der Region Altmühl-Jura ausmacht. Als Ergebnis einer lebhaften Diskussion wurde festgehalten, dass Leader das am besten geeignete Förderinstrument ist, um mit den Herausforderungen des ländlichen Raumes fertig zu werden. Dabei muss die Bürgerbeteiligung weiterhin oberste Priorität haben. Die „Entwicklung des ländlichen Raumes“ sollte näher definiert werden und nicht weiterhin Anhängsel der Landwirtschaft sein.

Leader-Erfahrungsaustausch in München

Weniger Bürokratie, mehr Bürgerbeteiligung

Von allen Akteuren, ob aus Österreich oder Bayern, wird eine Vereinfachung des Antragsverfahrens bei kleineren Projekten gefordert, da hier der hohe Bürokratieaufwand im Gegensatz zu Großprojekten bei den Projektträgern kaum gerechtfertigt werden kann.

Ebenso war die mancherorts rückläufige Bürgerbeteiligung bei der Erarbeitung der Projekte ein Thema. Von Seiten der LAGen befürchtet man durch den überhand nehmenden Bürokratismus eine abnehmende Motivation am Entwicklungsprozess in den Regionen mitzuwirken. Hier seien die LAG-Managements immer mehr gefragt sich motivierend einzubringen.

Auf die Frage nach der Zukunft von Leader berichteten die Parlamentarier, dass derzeit die Verhandlungen des neuen Finanzrahmens ab 2014 laufen. Man sei durchaus gewillt, Leader und damit die LAGen zu stärken.

Ihr Ansprechpartner

Altmühl-JuraAm Ludwigskanal 2
92339 Beilngries
Tel.: 08461/606355-0
Fax: 08461/606355-10
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