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Einweihung des Kunstobjektes „L I M E S im Kreisel“ von Regina von Wernitz-Keibel

Mit einem offiziellen Festakt wurde das Kunstobjekt „L I M E S im Kreisel“ von Regina von Wernitz-Keibel im Rahmen von KUNSTamBANDamLIMES der Öffentlichkeit übergeben.

Auch über den Tag der Einweihung hinaus steht die Installation „L I M E S  im Kreisel“  der Denkendorfer Architektin Regina von Wernitz-Keibel im Mittelpunkt. Die fünf Stelen, deren Buchstaben das Wort „Limes“ ergeben, bilden die Mitte des Verkehrsknotenpunktes im Kreisel an der Staatsstraße 2229 in Denkendorf. Sie weisen Autofahrer und Passanten deutlich darauf hin, dass hier einst die Grenze zwischen der römischen Provinz Raetien und Germania Magna verlief. Viel Herzblut und Schweiß habe die Künstlerin von Wernitz-Keibel in die Gestaltung des Kunstwerkes gesteckt, betonte Denkendorfs Bürgermeisterin Claudia Forster in ihrer Begrüßung beim Festakt anlässlich der Einweihung am 3. Mai 2015. Zahlreiche Gäste aus den 12 Altmühl-Jura Gemeinden, Politiker, Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft sowie Pater Reiner Nagel waren zu diesem Anlass nach Denkendorf gekommen. Von Wernitz-Keibel erläuterte den spannenden Weg von der Vision über die Realisierung bis zur Realität. Bei den Arbeiten für den Straßenbau seien die Fundamentsteine des Limes gesichert worden. Sie zeichnen nun zusätzlich als Band im Boden den historischen Grenzverlauf des UNESCO Weltkulturerbes Obergermanisch-Raetischer Limes nach. In den letzten Tagen ist die Fläche des Kreisels, die mit heimischem Jurastein belegt wurde, mit Trockenrasenpflanzen und Sukkulenten bepflanzt worden.

Das Kunstobjekt ist Teil des Leader-Kooperationsprojektes KUNSTamBANDamLIMES der LAG Altmühl-Jura und der LAG Landkreis Kelheim, dessen Kosten mit  60 % aus  Leader-Fördermitteln gefördert werden. Darüber hinaus übernimmt der Landkreis Eichstätt 10% der Kosten des Projektes.

Manfred Preischl, Vorsitzender von Altmühl-Jura, betonte, dass Projekte wie dieses einen Beitrag dazu leisten, Grenzen in der Region zu überwinden. Irmgard Neu-Schmid, Leadermanagerin vom AELF Ingoldstadt, dankte den Gemeinderäten, dass sie der Kofinanzierung des Projektes zugestimmt hatten. In seinem Festvortrag begab sich der Eichstätter Kreisheimatpfleger Dr. Karl Heinz Rieder mit seinen Zuhörern auf „Eine Reise auf der Teufelsmauer“. Mit Kunst Aufmerksamkeit für die Geschichte generieren, das sei das Ziel des Projektes KUNSTamBANDamLIMES, erklärte der Kreisheimatpfleger. Diese Aufmerksamkeit zu erlangen, sei der Künstlerin mit ihrer 20 Meter langen und fast 4 Meter hohen Installation überzeugend gelungen. Auch die stellvertretende Landrätin und MdL Tanja Schorer-Dremel fühlte sich durch die Kunstobjekte in den LimesGemeinden des Landkreises immer wieder an das historische Erbe der Römer erinnert und gratulierte der Gemeinde zu „ihrem“ Kunstobjekt. Landschaftsarchitekt Gerd Aufmkolk, der die Jury des Kunstwettbewerbs leitete, erinnerte, dass die künstlerisch inspirierten Objekte erstrangig für die Menschen vor Ort gemacht worden seien.  „Mögen die Menschen aus der Geschichte lernen“, sagte Pater Nagel in seiner Ansprache und übergab mit der Segnung den „L I M E S im Kreisel“ der Öffentlichkeit. Die LimesTanzlmusi sorgte während es Festaktes für den musikalischen Rahmen. 

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KUNSTamBANDamLIMES in Denkendorf

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Der Limes im Kreisel und die Turmstelle WP 15/11

Installation (2014): 5 Stelen aus Holz, Edelstahl und Jurastein (20 m x 3,95 m).

Das Kunstwerk von Regina von Wernitz-Keibel am Denkendorfer Kreisel macht den historischen Verlauf des UNESCO Weltkulturerbes Obergermanisch-Raetischer Limes für Besucher sichtbar und erlebbar. Moderne, aber natürliche Materialien stellen den Verlauf des römischen Grenzwalls dar. Das Konzept sieht fünf Lärchenholzstelen im Kreisel vor, auf denen die Buchstaben des Wortes Limes in Edelstahl angebracht werden, um die Linearität, den historischen Verlauf und die Limeshöhe aufzugreifen und zu verdeutlichen. Um die Durchlässigkeit des historischen Limes auszudrücken, sollen fünf Kreiselstelen mittels Flacheisen miteinander verspannt werden.

Außerdem wird die Turmstelle WP 15/11 mit einer quadratisch umlaufenden Konstruktion brückenähnlich zugänglich gemacht. Durch Materialwechsel werden Besucher auf den Limesverlauf aufmerksam gemacht. Der Schutz des Bodendenkmals ist dadurch berücksichtig, dass die Konstruktion vom Boden abgehoben ist.

Der Standort

Die Gemeinde Denkendorf ist durch den Bau der Autobahn A9 ständig gewachsen, Handel und Gewerbebetriebe haben sich angesiedelt. Heute leben ca. 4.500 Einwohner in den Ortsteilen von Denkendorf. Ein etwa sieben Kilometer langer Abschnitt des Limes liegt im Denkendorfer Gemeindegebiet. Das Kunstobjekt von Regina von Wernitz-Keibel soll den Limes in Denkendorf ins Bewusstsein der Bevölkerung und Besucher rücken und ist am Kreisel und der Turmstelle WP 15/11 zu finden.

Fährt man von der Autobahnausfahrt der A9 kommend Richtung Beilngries in den Denkendorfer Kreisel, fällt auf der linken Seite das Denkmal von König Max II. auf. Gegenüber markiert ein kleines Schild den Verlauf des Limes, der als Hecke parallel zu einem Feldweg und im Gemeindewald erkennbar ist. Auch eine Turmstelle ist markiert. Eine nicht befestigte Fläche direkt am Kreisel wird derzeit von Wanderern als Ausgangspunkt für Touren auf der Via Raetica, dem deutschen Limesradweg, dem Limeswanderweg sowie dem Altmühltaler Panoramaweg genutzt. Der Kreisel selbst liegt direkt auf dem ehemaligen Verlauf des römischen Grenzwalls.

Eine attraktive Gestaltung der Fläche am Kreisel soll zum Verweilen am Limes einladen und den Grenzwall zu einem Erlebnis machen. Durch die Darstellung von Informationen rund um den Limes werden Besucher außerdem neugierig gemacht, die Spuren des Limes in der unmittelbaren Umgebung zu entdecken, wozu eine Markierung entlang des Weges, die die Orientierung und Vorstellung über den Limesverlauf erleichtert, beiträgt.

Ihr Ansprechpartner: Sabine Lund

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