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Handlungsfeld Kultur, Natur und Geschichte

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Modellhafte Dolinenrenaturierung

Der Jurakarst (Frankenjura) gehört zu den grund- und damit trinkwassersensibelsten Regionen. Ein besonderes Phänomen stellen dabei die so genannten Dolinen dar (durch Erosion entstandene unterirdische Klüfte und Höhlen im Kalkgestein des Jura). Sie stellen Kurzschlussbahnen von der Oberfläche in den Grundwasserstrom dar und sind damit als besonders neuralgische Stellen einzustufen, die einen hochwertigen Schutz benötigen.

Angesichts der geologischen Bedingungen initiierte der Wasserzweckverband Jachenhausener Gruppe im Herbst 2002 das „Grundwasserschutzprojekt Jura“. Dieses Projekt wurde inzwischen als „best practice“-Projekt der Förderperiode LEADER+ ausgezeichnet. Schwerpunkt des Projektes war die flächige Gewinnung der landwirtschaftlichen Betriebe für eine grundwassersensible Bewirtschaftung der Flächen. Dabei konnten sehr gute Erfolge erzielt werden. Im ...

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Aktuell / Oktober 2011

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Dolinen-Modellprojekt kann starten

Mit dem Kooperationsprojekt „Modellhafte Dolinenrenaturierung“ ist eines der bislang kompliziertesten Leader-Förderprojekte bewilligt worden.

Das Projektgebiet umfasst Teile der Regierungsbezirke Ober- und Niederbayern sowie Oberpfalz, so dass eine Vielzahl von Behörden und Fachstellen an der Umsetzung beteiligt sind. In der Geschäftsstelle des Jachenhausener Zweckverbands, dem Projektträger, wurde das Projekt Anfang Oktober vorgestellt. Für rund 240 000 Euro werden in den nächsten zwei Jahren 19 ...

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Im Vorfeld der Doline Kirchbuch wurden wichtige Dolinen bereits in der Vergangenheit verfüllt. Zur Verringerung des Zuflusses und Verteilung der Risiken sollen zwei Dolinenflächen angekauft und geräumt werden.Die Doline Irfersdorf I (Kläranlage) entwässert die Senke, in der der Ort liegt, an ihrem tiefsten Punkt. Um Überflutungen zu vermeiden, soll sie durch naturnahe Zulaufhindernisse im Einzugsgebiet entlastet werden.In die Doline Ödenhaid wird die Oberflächenentwässerung des Weilers eingeleitet. Stoffbelastungen im Zulauf können zur „Aufladung“ des Karstes mit unerwünschten Eintragungen und zur Verstopfung der Doline führen.Die Eutenhofener Senke hat ein Wassereinzugsgebiet von etwa 1500 ha, aber keinen oberirdischen Abfluss. Er erfolgt durch Versickerung und Dolinen. Bei Extremwetterlagen kann die Fläche daher überschwemmt werden.Die Doline Otterzhofen zeichnet sich durch eine vergleichsweise sehr hohe Problematik bei Starkregenereignissen (z. B. bei Schneelagen im Spätwinter) aus.

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