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Aktuelles - Förderbescheid überreicht

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Die Realisierung des "Virtuellen Museums" kann beginnen.

Die Idee, ein „virtuelles Museum“ zu entwickeln, entstand bei den Vorbereitungen zur 1000-Jahrfeier aus einem Kreis interessierter Historiker und Archäologen, die die Geschichte der Stadt Beilngries bis zurück ins Jahr 1007 dokumentieren wollten.

Die zum Jubiläum zusammengestellten Exponate konnten damals über die Sommermonate in Beilngries gezeigt werden und stießen auf ein breites Interesse. „Die Einrichtung eines Museums wird sich allerdings in der mittelfristigen Zukunft nicht realisieren lassen“, wusste Lena Rieder, Regionalmanagerin der LAG Altmühl-Jura zu berichten. Die Idee einer internetgestützten Geschichtsdokumentation wurde aufgegriffen. „Auf einer Webseite sollen die Fundstücke und Fundplätze auf innovative und ansprechende Art und Weise präsentiert werden, beispielsweise auch mit einer 3D-Rekonstruktion“, erklären Leo Beitler und Rudolf Lobmeier das Konzept. Die Hobby-Archäologen haben sich mit einem größeren Personenkreis unter dem Dach der Gesellschaft für Archäologie in Bayern e.V. verbunden und stellen der Stadt Beilngries ihr Knowhow für dieses Projekt zu Verfügung. „Ein Projekt, das man nicht alle Tage findet“, lobte Sebastian Wittmoser, zuständiger Leadermanager am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Fürstenfeldbruck, die Projektidee bei der Überreichung des Förderbescheids vergangene Woche. Die Kosten für die Erstellung von Fotos, Filmsequenzen, 3D-Scanning und Rekonstruktionen wurden auf ca. 30.000 Euro geschätzt, von denen 50% durch die Leader-Fördermittel der Europäischen Union getragen werden. Besonders das bürgerschaftliche Engagement und die innovativen Ideen zur Sicherung und Erlebbarmachung regionaler Geschichte und Kultur begeisterten Wittmoser. Bürgermeisterin Brigitte Frauenknecht (BL/FW) freute sich mit den Hobbyarchäologen: „Die Bürger können stolz sein auf die Geschichte ihrer Stadt. Mit diesem Projekt wird sie für alle erlebbar und zugänglich.“ Eine Erweiterung des Projektes auf zusätzliche Themengebiete wie beispielsweise die  Landschaftsgeschichte (Geologie) sowie die Vernetzung mit anderen Gemeinden in der Region Altmühl-Jura sei langfristig möglich. Franz Stephan, Vorsitzender der von Altmühl-Jura betonte, dass der Bezirk Oberbayern und weitere Spendengeber ebenfalls zur Finanzierung beitragen und damit die überregionale Bedeutung des Projektes unterstreichen.

Das Projekt

Virtuelles Museum

Mit Hilfe des „Virtuellen Museums“ soll künftig die Ur- und Frühgeschichte der Region Beilngries mit ihren archäologischen Funden präsentiert werden.

Bei der Region Beilngries handelt es sich seit langem um einen forschungsgeschichtlichen Schwerpunkt in Bayern. Bislang gibt es allerdings keine Möglichkeit, die zahlreichen Funde vor Ort zu präsentieren. Nicht zuletzt die Ausstellung einiger Exponate im Jahr 2007, welche auf beachtliche Resonanz stieß, trug zum großen Interesse der Stadt Beilngries an einer Präsentation der bedeutsamen Fundlandschaft bei.

Das „Virtuelle Museum“ ist eine Webseite, auf der geschichtliche Inhalte von Fundplätzen in und um Beilngries aufbereitet werden. Dies soll auf eine neue und innovative Art und Weise erfolgen, beispielsweise mit 3D-Rekonstruktionen und Filmsequenzen. Fotos und Grafiken von Fundstücken und entsprechend informative Textpassagen ergänzen die Inhalte. Die Webseite wird so gestaltet, dass sie verschiedene Zielgruppen mit unterschiedlichem Wissenshintergrund (z.B. Kinder, interessierte Laien, Personen mit fundiertem Hintergrund, etc.) ansprechen kann.

Der Internetauftritt sichert das Wissen um die regionale Geschichte und dient der Information der Bewohner der Region ebenso wie der Touristen.

Ansprechpartner

Altmühl-JuraAm Ludwigskanal 2
92339 Beilngries
Tel.: 08461/606355-0
Fax: 08461/606355-10
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