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Sprache im Fluss

Dialekthauptstadt Berching

So klingt die Altmühl-Jura-Region: ein Jahr mit und für den Dialekt

Ist der Dialekt lebendig oder zum Aussterben verurteilt? Zwischen diesen Extremen erforscht der Lehrstuhl Deutschdidaktik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt seit Oktober 2010 den Dialekt in der Altmühl-Jura-Region im Naturpark Altmühltal. Teil dieses Projekts ist der Sprachkultur-Kalender 2012: Jeden Monat lädt eine Veranstaltung dazu ein, den Dialekt neu zu entdecken.

Die Universität forscht dabei im Auftrag von Altmühl-Jura, gefördert wird das Projekt durch den Kulturfonds Bayern. Das Projektteam hat unter der Leitung von Dr. Monika Raml rund 8000 Dialektsprecher aus der Altmühl-Jura-Region und damit aus den Orten Altmannstein, Beilngries, Berching, Breitenbrunn, Denkendorf, Dietfurt, Greding, Kinding, Kipfenberg, Titting und Walting interviewt. Die meisten Fragebögen wurden aus Berching abgegeben: Deshalb wurde die Stadt im März 2011 als „Dialekthauptstadt Bacham“ ausgezeichnet.

Der Dialekt in der Altmühl-Jura-Region ist deshalb so spannend, weil es den Dialekt an sich nicht gibt: Schließlich treffen hier nicht nur auf der Landkarte, sondern auch sprachlich Oberbayern, Mittelfranken und die Oberpfalz aufeinander.

Das erlebt man auch bei den Veranstaltungen des „Sprachkultur-Kalenders“: 2012 findet jeden Monat in einer anderen Altmühl-Jura-Gemeinde eine Veranstaltung rund um den Dialekt statt, zu der die ganze Bevölkerung eingeladen ist: vom Dichterwettstreit über „Shakespeare weiß-blau“ und einer DialektHAUPTSTADTführung bis zum musikalischen Dialekt. Im Dezember beschließt die große Abschlussveranstaltung mit der Präsentation eines „Sprechenden Sprachatlas“ das Dialektjahr.

Bernhard UlrichMusik im und mit dem DialektDialektspiele im Marienkindergarten DenkendorfBerchinger Schüler bei der Verleihung „Dialekthauptstadt Berching“