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Altmühl-Jura Neujahrsempfang 2019 in Mindelstetten

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„Was ist die Seele Europas, worin besteht sie?“ fragte Bischof Rudolf Voderholzer

Rund 300 Gäste folgten der Einladung nach Mindelstetten zum traditionellen Neujahrsempfang von Altmühl-Jura. Manfred Preischl, Geschäftsführer der Altmühl-Jura GmbH und Vorsitzender der LAG Altmühl-Jura, begrüßte eine Reihe von Ehrengästen.

Neben dem Festredner Bischof Rudolf Voderholzer hieß er die örtliche Geistlichkeit, die am­tierenden Jura-Hopfenköniginnen sowie die regionalen politischen Vertreter, Bezirks­rat Reinhard Eichiner, die stellvertretende Landrätin von Roth, Edeltraud Stadler, so­wie ihren Amtskollegen aus Weißenburg, Robert Westphal, willkommen. Darüber hin­aus begrüßte Herr Preischl, seine Amtskolleginnen und -kollegen aus den zwölf Alt­mühl-Jura Gemeinden sowie einige Vorgänger in den Bürgermeisterämtern. Darüber hinaus die Vertreter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der be­nachbarten LAGs, zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Bildung und Soziales sowie eh­renamtliche Mitglieder der Vereine aus den drei Landkreisen Eichstätt, Neumarkt und Roth. Er bedankte sich insbesondere beim Geschäftsführer des Naturparks Altmühltal Christoph Würflein, für die gute Zusammenarbeit.

Manfred Preischl freue sich über die Bewilligung des neuen Förderbescheides für das Regionalmanagement für die Jahre 2019-2021 und blickte kurz zurück auf exempla­risch ausgewählte Projekte des LAG-Managements, beispielsweise die Kräuterwerk­statt Herrnsberg sowie den Informationspavillion Naturpark im Dinosaurier-Freiluftmu­seum in Denkendorf. Dabei ging er insbesondere auf die Begegnungsstätte mit Kreuz­weg am Anna-Schäffer-Haus in Mindelstetten ein.

Als „Leuchtturmprojekt im Bereich Spiritualität“ bezeichnet auch Bürgermeister Alfred Paulus das Projekt und stellt dazu noch das Projekt Traditionsbahnen vor, welches ebenso durch Altmühl-Jura unterstütz wurde. Nach einem kurzen Film über die Ge­meinde Mindelstetten ehrte er verdiente Sportler für ihre Leistungen und zeichnete Feuerwehrleute aus, die in den vergangenen Tagen kurzentschlossen ins Oberland reisten und dort gegen die Schneemassen kämpften.

„Wie sollte man sich in dieser Region vernetzen, wenn wir nicht Altmühl-Jura hätten?“ fragte stellvertretende Landrätin Rita Böhm, in Anbetracht dessen, dass die vielen Her­ausforderungen der Zukunft nur gemeinsam zu bewältigen seien.

Festredner Regensburgs Bischof Rudolf Vorderholzer stellte die Frage: „Was ist die Seele Europas, worin besteht sie“ in den Mittelpunkt seiner Rede. Er beschrieb ein Bild, das der frühere Bundespräsident Theodor Heuss geprägt hat, Europa sei auf drei Hügeln gegründet worden. Die Akropolis in Athen, die für die griechische Tradition von Philosophie und Demokratie steht und Ursprungsort der wissenschaftlichen Welterklä­rung mit den Mitteln der menschlichen Vernunft ist. Der capitolinische Hügel in Rom stehe für Rechtsstaatlichkeit und Rechtssicherheit. Der dritte sei der Golgotha-Hügel, auf dem Christus gekreuzigt wurde. Das Kreuz sei der Inbegriff christlichen Glaubens. Mit Josepf Ratzinger müsse man Heuss noch um den Berg Sinai, dem Ort der Got­tesoffenbarung in den „Zehn Geboten“ ergänzen. Vieles davon sei mittlerweile in die Charta der Grundrechte Europas eingegangen. Im Prozess der Entwicklung Europas habe das Christentum gezeigt, dass es die Kraft hat, verschiedene Sprachen und Kul­turen zu integrieren, so Bischof Rudolf Voderholzer. Weiter sagt er, dass es beruhi­gend sei, dass eine einfache und weit über die Hälfte ihres Lebens ans Bett gefesselte Frau zur Glaubensbotin und zum Vorbild gerade auch für junge Menschen wurde. Die Verehrung Anna Schäffers gäbe ihm ungemein viel Zuversicht in die vorhandenen, zukunftsprägenden und zutiefst menschlichen Kräfte des Christentums.

Das Abschlusswort übernahm Andreas Brigl, stellvertretender Vorsitzender der Alt­mühl-Jura. „Es ist ein guter Weg des Miteinanders“ freute er sich und appellierte, auch in Zukunft brauche es dieses gute, konstruktive und erfolgreiche Miteinander, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

Nach der gemeinsam gesungenen Bayernhymne wurde die Gelegenheit für anre­gende Gespräche bei Getränken und Häppchen intensiv genutzt.

 

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