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Im Herzen des Naturpark Altmühltal.

Stadtspaziergänge zeigen: Innenentwicklung in der Region gelingt

29. September 2026

Drei Veranstaltungen der „Zukunftsregion Altmühl-Jura" machen deutlich, wie viel Potenzial in den historischen Ortskernen steckt.

In Kinding zeigte ein Dorfspaziergang, wie erfolgreiche Innenentwicklung aussehen kann. Bürgermeister Andreas Schuster begrüßte dazu unter anderem Landschaftsarchitektin Margit Kattinger und Altbürgermeisterin Rita Böhm. Bereits 2014 war die Marktgemeinde mit dem Projekt „Innen statt Außen" aktiv geworden, um Leerstand entgegenzuwirken. Seither berät ein Architekturbüro Eigentümer kostenlos zu Sanierung und Umnutzung. Der Erfolg zeigt sich in Zahlen: Standen 2014 noch rund 33 Gebäude im Ortskern leer, waren es 2025 nur noch 20. Höhepunkt war die Besichtigung des sanierten Jura-Hauses am Marktplatz, das heute Ferienwohnung, Tagungsräume und Büro beherbergt.

Nur wenige Tage später führte der Stadtspaziergang „Potenziale hinter Berchings Altbaufassaden" rund 30 Teilnehmende durch die Berchinger Innenstadt. Bürgermeister Dietmar Zeller betonte die Bedeutung der Städtebauförderung, Experte Christian Skrodzki begleitete den Abend fachlich. Die Route führte vom Allio-Turm über einen leerstehenden Fahrradladen und das alte Kino, für das eine tragfähige Betreiberstruktur gesucht wird, bis zur Brauerei Winkler und zum Thema Co-Working. Den Abschluss bildete der Engelwirt, der sich von einer spontanen Übernahme 2020 zu einem Betrieb mit 17 Mitarbeitenden entwickelt hat. Für Skrodzki ein „Benchmark" für die Region.

Auf ebenso großes Interesse stieß in Beilngries das Thema „Alte Häuser – neue Chancen“. Altstadtmanagerin Louisa Gress führte zusammen mit Bürgermeister Helmut Schloderer durch das Programm. Am Beispiel der Schmidl-Villa zeigte Anita Dirmeier vom Bauunternehmen Rohmann wichtige Schritte und Notwendigkeiten (Parkplätze) auf, die unternommen wurden, um aus einer alten Stadtvilla mehrere moderne Mietwohnungen in Innenstadtnähe zu machen. Bewundernswert ist das private Sanierungsprojekt der Familie Neziri, die mit sehr viel persönlichem Einsatz in der Poststraße 10 ein Gebäude mit jetzt mehreren 3-Zimmer-Mietwohnungen saniert hat. Bautechnische Highlights wie das hydraulische Anheben von ganzen Gebäudeteilen (Stadtgraben 13), der per Ferienwohnung buchbare Flurerturm der Familie Gietl und ein derzeit wieder zu Verkauf stehendes Gebäude in der Hauptstraße, das in Kürze auch im Rahmen der „Pop-Up-Klassik im Leerstand“ besuchbar sein wird, rundeten den Stadtspaziergang ab.