Altmannstein | Beilngries | Berching | Breitenbrunn | Denkendorf | Dietfurt
Greding | Kinding | Kipfenberg | Mindelstetten | Titting | Walting

Im Herzen des Naturpark Altmühltal.

ZukunftsRaum Altmühl-Jura - Wohnen neu denken

Platz schaffen, gemeinsam leben, Bestand nutzen

Datum: 01.07.26

Zeit: 18:30 Uhr bis ca. 20:00 Uhr

Ort: Kloster Plankstetten, Cramer-Klett-Saal

Am 1. Juli 2026 hieß es im Kloster Plankstetten „Wohnen neu denken – Platz schaffen, gemeinsam leben, Bestand nutzen". Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe ZukunftsRaum Altmühl-Jura kamen zahlreiche Gäste zusammen, um sich über Flächensparen, Nachverdichtung und neue Wohnformen in der Region auszutauschen.

Andreas Brigl, Geschäftsführer der Altmühl-Jura GmbH und Bürgermeister von Titting, begrüßte die Gäste und machte gleich zu Beginn deutlich, warum uns das Thema alle angeht: Die Ortskerne verändern sich, gerade Siedlungen aus den 1980er-Jahren stehen vor der Frage, was aus ihnen werden soll. Der Leerstand nimmt zu, die Hoffnung auf eine Nachnutzung durch die eigene Familie schwindet vielerorts. Sein Fazit: Nur gemeinsam, als ganze Gesellschaft, lässt sich hier etwas bewegen.

Drei Impulse gaben an diesem Abend Denkanstöße:

  • Gloria Glatt (Wessobrunner Kreis e.V.) sprach über „Positive Dichte" – einen bewussten Wechsel zwischen Enge und Weite, zwischen großen und kleinen Volumen. So entstehen wieder Orte der Begegnung statt gesichtsloser Neubaugebiete. Ihr Fazit: Nachverdichtung bietet große Chancen, braucht aber Mut zum Umdenken.
  • Dr. Anita Dirmeier (Rohmann Bau/Beilngries Projektbau) zeigte anhand einfacher Beispiele aus Bad und Küche, wie sich Bestandsgebäude barrierefrei umbauen lassen – ein Thema, das längst nicht nur ältere Menschen betrifft, sondern auch Familien mit Kinderwagen oder Menschen mit Einschränkungen.
  • Carmen Albrecht (Pflegestützpunkt Landkreis Eichstätt) rückte den Menschen in den Mittelpunkt: Jedes zweite heute geborene Mädchen wird 100 Jahre oder älter. Ihr Appell: Wohnentscheidungen frühzeitig treffen, solange man sie noch selbst treffen kann.

In der anschließenden Podiumsdiskussion gaben die drei Referentinnen dem Publikum je eine Botschaft mit auf den Weg – von „offen sein für unkonventionelle Wohnformen" über „sich selbst klar werden, was man will" bis zum Wunsch an die Kommunen, wieder eigene Gestaltungsleitfäden zu entwickeln.

Ein besonderes Highlight: Wir haben an diesem Abend die erste Folge unseres neuen Podcasts „Boden gut gemacht" veröffentlicht! Darin geht es um Flächensparen und Siedlungsentwicklung anhand konkreter Beispiele aus der Region und darüber hinaus. Neue Folgen erscheinen künftig etwa einmal im Monat.

Zum Ausklang gab es beim offenen World-Café die Gelegenheit, sich direkt mit den Referentinnen auszutauschen und die Ausstellung „Lebenswert" des Wessobrunner Kreises zu besichtigen. Das Feedback der Teilnehmenden war durchweg positiv. Viele nahmen wertvolle Anregungen für die eigene Wohnsituation mit nach Hause.

01.07.2026: Wohnen neu denken