18. Dezember 2025
Wie sieht der ärztliche Alltag auf dem Land aus und welche Chancen bietet die Region Altmühl-Jura für angehende Medizinerinnen und Mediziner? Antworten auf diese Fragen lieferte die Online-Veranstaltung „Medi-Akademie goes Digital“, organisiert vom Regionalmanagement in Kooperation mit der Gesundheitsregion+ des Landkreises Eichstätt.
Ziel der digitalen Veranstaltung war es, Medizinstudierenden das Arbeiten und Leben in der Region näherzubringen. Einen fachlichen Schwerpunkt setze Professorin Renate Hermann von der Hochschule Ansbach. Sie zeigte auf, welche Rolle Telemedizin künftig im ländlichen Raum spielen kann. Angesichts des zunehmenden Hausärztemangels seien digitale Lösungen ein wichtiger Baustein für die medizinische Versorgung. Telemedizin und digitale Diagnosegeräte können Praxen entlasten und neue Versorgungsmodelle ermöglichen.
Wie lebenswert die Region abseits des Berufs ist, stellt Clara Hausmann vom Naturpark Altmühltal vor. Unter dem Motto „Leben wo andre Urlaub machen“ präsentierte sie den Naturpark mit seinen vielfältigen Freizeitmöglichkeiten – von Rad- und Wanderwegen bis hin zu Kanu- und Kletterangeboten.
Einen praxisnahen Einblick gab anschließend die Hausärztin Eva Greipel. Sie informierte über Karrierewege, Förderprogramme und den Versorgungsgrad im Landkreis Eichstätt. Besonders attraktiv für Nachwuchsmediziner:innen sind finanzielle Unterstützungen wie Stipendien während des Studiums oder Niederlassungsprämien für Praxiseröffnungen im ländlichen Raum.
In der abschließenden Diskussion wurde deutlich, was viele Landärzte überzeugt: langfristige Patientenbindung, sichere berufliche Perspektiven und geringere Kosten im Vergleich zur Stadt.
