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Im Herzen des Naturpark Altmühltal.

Engelwirt

Vom jahrzehntelangen Leerstand zum lebendigen Ort in der Berchinger Altstadt

Mit dem Engelwirt wurde ein über viele Jahre leerstehendes, denkmalgeschütztes Ensemble im Herzen der Berchinger Altstadt behutsam saniert und neu belebt.
Heute verbindet das Boutiquehotel historischen Charme mit zeitgenössischem Design und ist zugleich Hotel, Café, Laden und Treffpunkt für Gäste wie Einheimische.

Ein Projekt, das zeigt, wie bestehende Gebäude sinnvoll genutzt werden können – ohne neue Flächen zu verbrauchen.

Zahlen & Fakten auf einem Blick

  • Grundstücksfläche: ca. 1.000 m²
  • Projektname: Engelwirt
  • Ort: Berching, Reichenauplatz 16 (Altstadt)
  • Nutzung: Boutiquehotel, Café, Laden
  • Planungszeit: 2020 – 2022
  • Bau‑ / Umsetzungszeit: 2022 – 2024
  • Förderungen (u. a.): Städtebauförderung, BAFA, KfW, Denkmalamt, Landkreis, Bezirk

Im Jahr 2020 erwarben die heutigen Betreiber das ehemalige Probstanwesen am Reichenauplatz. Das Ensemble stand zu diesem Zeitpunkt bereits seit vielen Jahren leer.

Durch eine umfassende Sanierung entstand daraus der Engelwirt:
ein Boutiquehotel mit 15 individuell gestalteten Zimmern und Apartments, ergänzt durch einen kleinen Laden mit regionalen Produkten sowie ein Tagescafé.

Ziel des Projekts war es, die besondere Atmosphäre und die historische Substanz des denkmalgeschützten Ensembles zu bewahren und gleichzeitig einen Ort zu schaffen, der modernen Ansprüchen an Gastlichkeit, Gestaltung und Komfort gerecht wird.

Jedes Zimmer verbindet historische Bauteile mit moderner Architektur, Designmöbeln und zeitgenössischer Kunst. So entsteht ein Gesamterlebnis für Gäste, die das Besondere suchen.

Das denkmalgeschützte Ensemble stand über 23 Jahre leer und befand sich in einem stark desolaten Zustand. Frühere Zwischennutzungen hatten zusätzliche Schäden hinterlassen. Die Gebäude waren nicht bewohnbar und entsprachen in keiner Weise heutigen Wohn‑ oder Nutzungsstandards.

Auch der Innenhof war zu diesem Zeitpunkt vollständig zubetoniert und praktisch ungenutzt.

Die Sanierung umfasste:

  • die vollständige Instandsetzung der denkmalgeschützten Hauptgebäude
  • die behutsame Weiterentwicklung des Ensembles
  • die grundlegende Aufwertung der zuvor ungenutzten Außenflächen

Die Planung erfolgte zwischen 2020 und 2022, die bauliche Umsetzung zwischen 2022 und 2024.

Beteiligt waren:

  • Atelier Dimanche (Architektur)
  • Bauingenieurbüro Stefan Lerzer
  • Unterstützung durch die Gemeinde im Rahmen der Städtebauförderung

Die denkmalgeschützten Gebäude wurden umfassend saniert und in eine zeitgemäße Nutzung überführt. Ergänzend wurden ein ehemaliges Werkstattgebäude und ein Stadel im Rahmen des Ensembles weiterentwickelt, sodass historische Substanz und neue Bauteile harmonisch zusammenwirken.

Ein zentrales Element des Projekts ist der begrünte Innenhof, der heute das Herzstück des Engelwirts bildet und die verschiedenen Gebäudeteile miteinander verbindet.

Revitalisierung des Stadtzentrums

  • Aus über 23 Jahren Leerstand wurde ein lebendiger Ort im Herzen Berchings.
  • Historische Gebäude wurden erhalten, aufgewertet und zeitgemäß genutzt.

Wirtschaftlicher Impuls

  • Das Hotel, der Laden und das Café schaffen Arbeitsplätze.
  • Regionale Produzentinnen und Produzenten erhalten eine Plattform für ihre Produkte und neue Sichtbarkeit.

Kultureller und sozialer Treffpunkt

  • Gäste und Einheimische kommen zusammen.
  • Der begrünte Innenhof lädt zum Verweilen, Austausch und kulturellen Erleben ein.
  • Veranstaltungen, Kunst und Architekturführungen stärken das kulturelle Angebot der Stadt.

Ökologischer Mehrwert

  • Kein zusätzlicher Flächenverbrauch durch Nutzung des Bestands.
  • Begrünung des Innenhofs verbessert Biodiversität und Stadtklima.

Tourismus und Image

  • Der Engelwirt spricht Architektur‑ und Kulturinteressierte an.
  • Die Verbindung von Denkmalpflege, moderner Architektur, Regionalität und Nachhaltigkeit stärkt das Profil Berchings als Reiseziel.
  • Nutzung vorhandener Bausubstanz spart Fläche und erhält die historische Identität eines Ortes.
  • Die Verbindung von Denkmalpflege und zeitgemäßer Architektur kann langfristig tragfähige Nutzungen ermöglichen.
  • Multifunktionale Konzepte (Hotel, Café, Laden, Innenhof) erhöhen den gesellschaftlichen Mehrwert und beleben Stadtzentren.
  • Ökologische Maßnahmen wie Entsiegelung und Begrünung fördern Akzeptanz und Nachhaltigkeit.

Gleichzeitig zeigt das Projekt, dass langjähriger Leerstand, Sanierungsaufwand und Abstimmungen mit Denkmalschutzbehörden anspruchsvoll sind – sich aber durch Geduld und enge Zusammenarbeit bewältigen lassen.

Der Engelwirt ist ein Beispiel für nachhaltige Stadtrevitalisierung.

  • Es wurde ausschließlich vorhandene Bausubstanz genutzt und saniert.
  • Es entstanden keine neuen Bauflächen außerhalb des Bestands.
  • Zusätzlicher Flächenverbrauch und Neuversiegelung wurden vermieden.

Die Grundfläche des gesamten Anwesens beträgt rund 1.000 m². Durch die Nutzung der bereits bebauten Flächen konnte neuer Raum für Hotel, Laden und Café geschaffen werden, ohne zusätzliche Flächen in Anspruch zu nehmen.

Ein besonderer Aspekt ist der Innenhof:
Die zuvor vollständig versiegelte Fläche wurde geöffnet und begrünt. Heute dient sie als zentraler Aufenthaltsort und bietet gleichzeitig Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten.

Sanierung Engelwirt