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Im Herzen des Naturpark Altmühltal.

Warum der Umgang mit unseren Böden so wichtig ist?

Ver- und Entsiegelung

Versiegelung betrifft uns alle: Sie beeinflusst Klima, Natur, Wasserhaushalt und die Lebensqualität in unseren Orten. Gleichzeitig bietet Entsiegelung große Chancen für kühlere Orte, bessere Versicherung und mehr Grün.

Diese Seite gib einen verständlichen Überblick über das Thema und zeigt, warum ein bewusster Umgang mit Boden wichtig ist. 

Was bedeutet Versiegelung?

Versiegelung entsteht, wenn die Bodenoberfläche durch Asphalt, Beton oder Gebäude abgedichtet wird. Dadurch kann Regenwasser nicht mehr versickern, der Boden verliert wichtige Funktionen und das lokale Klima wird belastet.

In Bayern wurde die Versiegelung erstmals 2007 und erneut 2025 umfassend über Satelitenbilder erfasst. Dabei stieg der Anteil der versiegelten Flächen in den Siedlungs- und Verkehrsbereichen von rund 47 % im Jahr 2000 auf rund 51 % im Jahr 2015.

Diese Zahlen zeigen: Die Versiegelung nimmt zu - mit spürbaren Auswirkungen.

Warum ist Versiegelung ein Problem?

Versiegelte Böden können ihre natürlichen Funktionen kaum noch erfüllen:

Böden speichern weniger Wasser. Dadurch gibt es wengier Verdunstung und eine stärkere Hitzeentwicklung. 

Aufgrund der Versiegelung kann Wasser nicht Versickern. Starkregen fließt schneller ab und Bäche sowie Kanalsiation geraten unter Druck. 

Versiegelte Flächen gehen für Natur und Landwirtschaft unwiederbringlich verloren.

Weniger Luftfeuchtigkeit bedeutet auch höhere Staubbelastung und geringere Abkühlung.

Was ist Entsiegelung?

Entsiegelung meint das Wiederherstellen natürlicher Bodenfunktionen, indem harte Beläge entfernt und Böden renaturiert oder begrünt werden.

Das kann sein:

  • Asphalt oder Pflaster aufnehmen
  • Parkplätze begrünen
  • Innenhöfe entsiegeln
  • Wege und Plätze wasserdurchlässig gestalten


Die Flächensparoffensive zeigt: Entsiegelung ist ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Entwicklung und einen besseren Umgang mit unserem Boden.

Was zeigt die satellitengestützte Versiegelungsstudie?

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Die Studie des Bayerischen Landesamts für Umwelt erfasst seit 2000 regelmäßig den Versiegelungsgrad:

  • Sie nutzt Satelitenbilder, um den Versiegelungsgrad bayernweit zu berechnen
  • Sie zeigt den Anstieg zwischen 2000 und 2015 deutlich
  • Sie liefert detallierte Werte für Gemeinden, Landkreise und Planungsregionen

Damit liegen erstmals verlässliche Daten für Bayern vor. 

Versiegelungsstudie zum Download.

Was können wir tun?

Auch kleine Maßnahmen helfen:

  • Wasserdurchlässige Beläge nutzen
  • Schottergärten vermeiden
  • Parkflächen begrünen
  • Dach- und Fassadenbegrünung
  • Sich in Ortsentwicklungsprozesse einbringen
  • Projekte zur Begrünung unterstützen