Beim Schlaufenflechten (auch (finger-)loop-braiding) handelt es sich um eine Flecht-Technik, bei der keine losen Fäden miteinander verflochten werden, sondern Schlaufen. Diese Schlaufen werden zu Beginn auf den Fingern beider Hände verteilt, stramm gehalten und dann durch Hin- und Hertauschen nach bestimmten Mustern verflochten. Je nach Anzahl der Schlaufen und Tauschrhythmus entstehen runde, eckige oder flache Bänder mit unterschiedlichsten Mustern.
Bei dieser Flechttechnik ist eine gewisse Beweglichkeit der Finger vorteilhaft, deshalb kommen Grundschulkinder und sogar manche Kindergartenkinder schon gut damit zurecht. Das Schlaufenflechten hilft aber auf der anderen Seite auch dabei, wieder bewegliche Finger zu bekommen!
Diese Technik ist schon in vorchristlicher Zeit bekannt, erlebte aber in unseren Breiten im Mittelalter einen wahren Boom: Für Nestelbänder und dekorative Borten wurde die Technik intensiv genutzt, wie nicht nur archäologische Funde und textile Objekte aus Kirchenschätzen eindrucksvoll belegen, sondern auch die in mittelalterlichen Schriften überlieferte Flechtanleitungen.
Von den Teilnehmern muss nichts mitgebracht werden. Alle Geräte werden leihweise zur Verfügung gestellt, und das verbrauchte Garn ist in der Kursgebühr enthalten.
Teilnehmerzahl: 12, Kursgebühr: 25 €, 09:30 bis 13:00 Uhr
