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Im Herzen des Naturpark Altmühltal.

Bayern steht vor einer zentralen Zukunftsaufgabe

Die Flächenneuinanspruchnahme bis 2030 auf 5 ha/Tag begrenzen!

2022 lag der Wert noch bei 12,2 ha/Tag

Bayern will seine Landschaft bewahren und gleichzeitig lebendige, zukunftsfähige Gemeinden stärken. Flächensparen verbindet Klima‑, Natur‑ und Ressourcenschutz mit nachhaltiger Ortsentwicklung. Die wichtigsten Fakten im Überblick – kompakt und relevant.

In unserer Region haben wir einen hohen Anteil an Einfamilienhäusern (96 %). 

Auch wenn Mehrfamilienhäuser bislang nur 4 % ausmachen, steckt hier großes Potenzial. Durch gezielte Verdichtung könnten wir noch mehr Platz, zum Beispiel für künftige Generationen schaffen, ohne neue Flächen zu verbrauchen.

Flächenneuinanspruchnahme bedeutet die Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche. Dies ist nicht gleichbedeutende mit Versiegelung (dazu zählen auch Grün-, Sport-, Garten-, oder PV-Freifälchen)

  • 12,2 ha/Tag Flächenneuinanspruchnahme in Bayern (2022).
  • Ziel: 5 ha/Tag 
  • ~50 % der Siedlungs‑ & Verkehrsflächen sind versiegelt
  • 22 % der Flächenzunahme 2022 entfielen auf Freiflächen‑PV.
  • 17 Flächensparmanager:innen beraten in allen Regierungsbezirken


Flächensparen stärkt Wirtschaft, Natur und Gemeinschaft – und schafft die Grundlage für lebenswerte Orte, klimasichere Städte und gesunde Landschaften.

Alternative Wohnformen eröffnen neue Wege, um in der Altmühl-Jura Region gemeinschaftlich, nachhaltig und platzsparend zu leben. Ob Gerationenwohnen, gemeinschaftliche Projekte, modulare Lösungen oder innovative Nachverdichtung. Alternative Wohnformen schaffen lebendige Nachbarschaften und nutzen vorhandene Flächen effizienter.

Innenentwicklung bedeutet: Wieder nach innen wachsen statt nach außen, damit Ortskerne lebendig bleiben und weniger neue Flächen verbraucht werden. Viele Gemeinden kennen den „Donut‑Effekt“: Am Rand entstehen Neubauten, während die Mitte leer wird. Die Altmühl‑Jura‑Region setzt bewusst auf das Gegenteil – auf gefüllte, aktive Ortsmitten statt ausufernde Neubaugebiete.

Nachverdichtung bezeichnet Maßnahmen, mit denen innerhalb bereits bestehender Siedlungsbereiche zusätzlicher Wohn- oder Nutzraum geschaffen wird, ohne neue Außenfläche zu verbrauchen. Nachverdichtung ist ein zentraler Bestandteil der Innenentwicklung und hilft, Landschaftsverbrauch und Versiegelung zu reduzieren.

Flächenrecycling bedeutet, brachliegende oder ehemalige Industrie-, Gewerbe- oder Verkaufsflächen wieder nutzbar zu machen, statt Natur- und Landwirtschaftsflächen zu verbrauchen. Dadurch können Gemeinden der Altmühl-Jura Region ihre Ortskerne stärken, Altlasten beseitigen und bereits vorhandene Infrastruktur sinnvoll weiter nutzen. Das schützt Boden und Grundwasser, spart Kosten und schafft neue Chancen für Wohnen, Arbeiten und Grünflächen. 

Versiegelung entsteht, wenn Böden durch Aspahlt, Beton oder Gebäude abgedichtet werden. Dadurch können Regenwasser und Luft nicht mehr in den Boden eindringen und wichtige Bodenfunktionen gehen verloren. Die Versiegelung in Bayern ist über die Jahre deutlich gestiegen: In den Siedlungs- und Verkehrsflächen nimmt der Versiegelungsgrad stetig zu. Das belastet Klima, Natur und Wasserhaushalt: Flächen heizen stärker auf, Überschwemmungsrisiko steigt und wertvolle Lebensräume verschwinden. 

Entsiegelung setzt genau hier an. Härte Beläge werden entfernt oder durch wasserdurchlässige Materialien erstet. Dadurch können Bödern wieder Wasser aufnehmen, abkühlen und als Lebensraum wirken. 

Es gibt zahlreiche Förderprogramme, die Kommunen und Projektträger dabei unterstützen, Flächen zu sparen, Leerstände zu aktivieren und nachhaltigen Wohnraum zu schaffen. Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene stehen vielfältige Instrumente bereit - von der Reaktivierung leerstehender Gebäude bis hin zu Programmen für klimafreundlichen Neubau. Wir haben die wichtigsten Fördermöglichkeiten für euch übersichtlich zusammengestellt.

Im Themenbereich Werkzeuge werden praxisnahe Instrumente vorgestellt, die Kommunen beim nachhaltigen Flächenmanagement und der zukunftsfähigen Ortsentwicklung unterstützen. Dazu zählen Tools wie die Flächenmanagement‑Datenbank, der Vitalitäts‑Check und der FolgekostenSchätzer, die helfen, Innenentwicklungspotenziale sichtbar zu machen, Kostenfolgen zu bewerten und Entwicklungsstrategien fundiert zu planen.